„Mehr EGO ohne ISMUS“

MazzuMazzu feiert fünfjähriges Jubiläum und eröffnet die zweite Filiale in der Quellenstadt Bad Vilbel

Text: Kimberly Flemming, Fotos: news-brothers.com/Joachim Gabbert

Foto: news-brothers.com/Joachim Gabbert

Seit nunmehr fünf Jahren ist der Friedberger Modeladen MazzuMazzu führender Premium-Fashion-Anbieter und Anlaufpunkt für Modebegeisterte in der Wetterau. Pünktlich zum fünften Geburtstag eröffnet das vierköpfige Unternehmerteam im September 2014 die zweite Filiale im hessischen Bad Vilbel und erweitert somit seine Präsenz in der Wetterau.

Eröffnung der zweiten Filiale

In bester Einkaufslage, in Bad Vilbels „Neuer Mitte“ in der Frankfurter Straße 55-57 wird am 12. September 2014 die zweite MazzuMazzu-Filiale eröffnet. Auf 300 Quadratmetern bietet der Premium-Fashion-Store hochwertige Damen- und Herrenbekleidung, Schuhe und Accessoires. Geschäftsführer und Einkäufer Matthias Kozera setzt auf einen gelungenen Mix aus etablierten Marken wie Drykorn, Scotch&Soda und Nudie Jeans und jungen, aufstrebenden Labels wie Religion Clothing, Hannes Roether und Adriano Goldschmied. Abgerundet wird das Angebot durch hochwertige Schuhe und Accessoires, beispielsweise von Philippe Model, Sendra sowie Vic & Moma.

Das zeitlose Shopdesign kombiniert Industriecharme und klassische Stahlelemente, natürliche Materialien wie Holz sorgen für Wärme und Gemütlichkeit. Angelehnt an die Konzeption des Friedberger Ladens wurden einzelne Elemente auch in Bad Vilbel wieder aufgegriffen: So gibt es beispielsweise eine Kinderspielecke und eine Kaffeebar, zum Verweilen und Entspannen.

Matthias Kozera, der seit fünf Jahren Frontmann in Friedberg ist und auch in Bad Vilbel die Geschäftsführung übernimmt, ist stolz auf die Entwicklung der letzten Jahre und freut sich über die anstehende Eröffnung: „Wir haben mit Bad Vilbel den idealen Standort gefunden. In der wunderschön sanierten Neuen Mitte genießen wir beste Einkaufslage und können dank der Nähe zum Frankfurter Raum noch mehr Modebewusste aus der Mainmetropole ansprechen. Wir freuen uns darauf, neue Gesichter und neue Freunde in Bad Vilbel kennenzulernen.“

„Mehr EGO ohne ISMUS!“ nun auch Bad Vilbel

Der Claim ist zum Innbegriff des MazzuMazzu-Gefühls geworden, das nun auch in Bad Vilbel Einzug hält: mehr Ego, mehr Zeit für mich – ungeniert, stolz und ganz ohne negativen Beigeschmack. Der Kunde findet Ruhe und kann sich Zeit für sich nehmen, das hat das Team von MazzuMazzu sich zur Aufgabe gemacht und unterstützt dies mit diversen Services; Personal Shopping beispielsweise ist keine Sonderleistung, wie Matthias Kozera unterstreicht: „Uns geht es darum, den Kunden kompetent zu beraten und ihm von Kopf bis Fuß ein stimmiges Outfit an die Hand zu geben. Unser geschultes Personal vermittelt nicht nur Fachwissen, sondern auch die Geschichte hinter der Marke oder dem Produkt.“

Jubiläum in Friedberg

Das Konzept von MazzuMazzu ist für eine Stadt wie Friedberg einzigartig und ließe sich sonst wahrscheinlich eher einer hippen Großstadt zuordnen. Genau diese

Herausforderung reizte die vier Unternehmer vor fünf Jahren und wurde schließlich zum Alleinstellungsmerkmal des Ladens: sorgfältig ausgewählte Marken, stets am Puls der Zeit und von höchster Qualität; ein außergewöhnliches Gespür für Service und dank der Kaffeebar eine große Portion Gemütlichkeit. Mit MazzuMazzu wurde ein Ort geschaffen, an dem Mode erlebbar wird und der Austausch und die Zufriedenheit der Kunden stets wichtiger sind, als der reine Verkauf der Ware. Das Projekt MazzuMazzu ist geglückt und wird seit 2009 stetig beliebter und bekannter, auch über die Grenzen der Wetterau hinaus.

Text & Kontakt

Kimberly Flemming
Com.mode GmbH
Kaiserstraße 43-45
61169 Friedberg
Telefon: 0151-14847738
E-Mail: Kimberly@mazzumazzu.de

175 Jahre Fotografie – Daguerre vs. Talbot

Eine Zeitreise.

Eine Zeitreise.

Die Erfindung der Fotografie

Paris 07. Januar 1839: Wie das damals wohl war? Ob Louis Daguerre Herzklopfen hatte, als der Leiter des Pariser Observatoriums, Francois Arago, Daguerres‘ Erfindung der Pariser Akademie der Wissenschaften vorstellte? Jahrelang hatte Daguerre an einem Verfahren gearbeitet die Projektionen der Camara Obscura festzuhalten. Es war ihm einfach zu blöd geworden die Bilder nur abzumalen. Er wollte nicht mehr malen müssen. Er wollte das Bild festhalten, irgendwie aufzeichnen, für die Nachwelt haltbar machen. Die Lichtempfindlichkeit von Silber war bereits bekannt. Nur festhalten konnte man die Lichtzeichnungen nicht. Tatsächlich war Louis Daguerre nicht der Einzige Forscher in Europa, der Versuchte Projektionen der Camara Obscura einzufangen. Viele Erfinder arbeiteten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts daran. Die Zeit drängte also und saß Daguerre im Nacken. Da war zum Beispiel Joseph Nicéphore Niépce. Ihm gelang es bereits 1822 eine Lithographie auf einer mit Asphalt beschichteten Zinnplatte zu fixieren. Beide, Niepce und Daguerre, areiteten mit Hochdruck an einer Lösung des Problems, kamen aber in ihrem Bestreben, das echte Abbild der Natur durch Licht haltbar aufzuzeichnen, kaum voran. Ab 1829 arbeiteten Niepce und Daguerre deshalb zusammen. Getroffen hatten sie sich wohl nie. Die beiden Forscher vereinbarten lediglich einen schriftlichen Austausch der technischen Probleme und Fortschritte. Mittel der Kommunikation war der Brief. Damals das modernste und schnellste Verfahren, Schriftstücke auszutauschen. Dann war da noch William Henry Fox Talbot. Der Engländer hatte die verrückte Idee, Bilder auf Papier zu belichten und war bereits 1834 in der Lage, seine lichtempfindlichen Papiere zu verarbeiten. Seine Resultate erschienen ihm aber irgendwie komisch – und negativ.

1837 entstand bei Daguerre das erstes fixierte Bild. Jedenfalls ist das Bild aus dem Jahr 1837 die älteste erhaltene Daguerreotypie. Zur Herstellung dieser Daguerreotypie beschichtete Daguerre eine Kupferplatte mit Silber und setzte diese Platte und sich selbst Chlor- oder Bromdämpfen aus. Durch das Bedampfen entstand auf der Silberschicht der Platte Silberiodid bzw. Silberbromid. Dank dieses Verfahrens musste die Platte jetzt nicht mehr eine knappe Stunde, sondern nur noch einige Minuten belichtet werden. Eher zufällig erkannte Daguerre dann, dass sich das Bild wunderbar mit einer Salzlösung oder mit einem Schuss Zyankali fixieren ließ. Daguerre empfand sein Verfahren in der Zeit zwischen 1837 und 1839 als ausgereift, praxistauglich und einsatzfähig. 20 Minuten in der Camara Obscura belichten, dann mit Hilfe einer Lösung die unbelichtete Bromsalze auswaschen, fertig. Im richtigen Winkel zum Licht erschien dann auf der Kupferplatte ein positives Bild.

Ob Daguerre nun Herzklopfen hatte während er auf Nachricht von der Pariser Akademie der Wissenschaften wartete? Daguerre wusste jedenfalls um die Bedeutung seiner Entdeckung. Er kannte auch die Höhe der Latte, die er nicht reißen durfte. Fixierbar musste das Bild sein und die Belichtungszeiten mussten kürzer werden. Vielleicht hatte er nach seiner ersten Belichtung im Jahr 1837 mit der Veröffentlichung der Ergebnisse deshalb noch gewartet, weil er auch wusste, dass sein Verfahren noch nicht perfekt war. Jede Daguerreotypie war ein Unikat und nicht kopierbar. Davon mal abgesehen war das Abbild der Natur auf einer Daguerreotypie zwar recht detailliert, ein positives Bild ergab sich aber nur durch den richtigen Einfall des Lichtes auf die Daguerreotypie. Nicht ganz perfekt also. Am 19. August 1839, vor knapp 175 Jahren, war es dann soweit. Die Pariser Akademie der Wissenschaften veröffentliche auf Anraten von Francois Arago das Verfahren zur Fixierung eines Bildes nach Daguerre. Möglicherweise hatte der Franzose über Umwege von dem Engländer Talbot gehört, der schon seit einigen Jahren komische Bilder auf Papier belichtete, und fürchtete nun, ein anderer als ein Franzose könnte Daguerre zuvorkommen. Der Forschungserfolg musste also publiziert werden. So schnell wie möglich. Immerhin war es durch Daguerre nun möglich, ein detailgetreues Abbild der Natur zu schaffen, vollig egal ob es kopierbar war oder nicht.

Die Gelehrten der Akademie fanden Daguerres Verfahren nicht nur ausgereift, sie kauften es ihm quasi sofort ab. Das Verfahren sollte allen Menschen zugänglich gemacht werden. Ein Geschenk Frankreichs an die Welt sollte es sein. Der Kaufpreis betrug monatlich 6000 Franc als lebenslange Rente. Daguerres Partner Joseph Nicéphore Niépce erlebte diesen Tag aber leider nicht mehr. Er starb bereits im Juli 1833 ohne Daguerres Fortschritte noch miterlebt zu haben. Seinem Sohn, Isidor Nièpce, sprach die Pariser Akademie der Wissenschaften dafür monatlich 4000 Franc lebenslange Rente zu.

Und William Henry Fox Talbot? Dem war es schon 1834 gelungen, normales Papier so zu behandeln, dass es lichtempfindlich wurde. Leider kamen aber immer nur Negative heraus. Die Nachricht aus Paris, dass irgendein Daguerre es geschafft hatte Bilder der Camera Obscura festzuhalten, musste für ihn wie ein Schlag ins Gesicht gewesen sein. Ob er Herzklopfen hatte? Herzrasen wohl eher. Das Rennen war entschieden. Talbot hatte verloren. Die Royal Society wollte Talbots Verfahren nicht einmal mehr veröffentlichen. Talbot war total frustriert. Er musste jetzt dringend zum Abschluss seiner Arbeiten kommen. Blöd nur, dass alles, was in der Natur weiß war, auf seinem Papier schwarz wurde. Alles was schwarz war, erschien auf seinem Papier in weiß. Im Sommer 1840 kniete sich Talbot auf Anraten seiner Freunde deshalb noch einmal richtig rein in die Materie. Er erkannte, dass sein Verfahren sich grundlegend von dem des Daguerre unterschied und entdeckte, dass eine 20-Minütige Belichtung gar nicht notwendig war. Schon bei kurzen Belichtungszeiten entstand auf seinen Papieren ein Bild, das man einfach noch nicht sehen konnte. Ein latentes Bild sozusagen. Das Bild ist zwar da, es ist aber nicht sichtbar. Verrückt das Ganze. Er hatte es all die Jahre nach 1834 einfach nicht gesehen. Das latente Bild.

In dem Moment als William erkannte wie blind er war, setzte sein Herz einen Schlag lang aus. Herzklopfen? Talbot wäre das Herz fast stehengeblieben. Er hatte ein nicht sichtbares Abbild nicht gesehen. Wie auch? Um dieses latentes Bild sichtbar zu machen, müsste man irgendwie der lichtempfindlichen Schicht im Nachhinein mehr Energie zuführen, ähnlich wie es die Sonnenstrahlen während der eigentlichen Belichtung tun. Der winzige Silberkeim, den keiner sehen konnte, müsste, sagen wir mal – weiterentwickelt werden. Vielleicht mit Gallussäure? Oder Silbernitrat? Könnte klappen, wenn die lichtempfindliche Schicht aus einem Silbersalz bestünde, das wunderbar mit der Chemie, nennen wir es Entwickler, reagieren könnte. Jodsilber etwa. Dann waren da aber noch diese lästigen Umkehrungen der Grautöne. „Negatives Bild“ nannte es einer der Freunde Talbots‘. „Man müsste irgendwie aus dem negativen Bild ein positives Bild machen“, riet er ihm. Nur wie?

Mit Wachs. Talbot badete seine Papiere in Wachs. Dadurch wurde das negative Papierbild transparent und konnte durchleuchtet werden. So konnte man das Papiernegativ auf ein weiteres mit Jodsilber beschichtetes Papier legen und kopieren. Was in der Natur weiß war, war nun auf dem Papier weiß. Schwarz wurde Schwarz. Mittelgrau blieb mittelgrau. Das Negativ wurde zum Positiv. Es passierte damals in der Werkstatt von Talbot mehr als das. Talbot stellte fest, dass er aus seinem Negativ hunderte positive Bilder abziehen konnte. Es war erfrischend einfach. Papier unter Negativpapier. Ein Paar Sekunden Licht. Entwickeln. Fixieren. Fertig.

Am 8. Februar 1841 ließ Talbot sein fotografisches Verfahren patentieren. Doch das Rennen um die „Erfindung der Fotografie“ hatte er verloren. Diese Leistung wird auch heute noch Daguerre zugeschrieben. Er war der Erste, dem es gelang eine Projektion der Camara Obscura auf einem Trägermaterial zu fixieren. Er war der Erste, der seine Entdeckung veröffentlichte. Daher wird in der Fotografie schon im Jahr 2014 das 175-Jährige Bestehen des Mediums gefeiert.

Dieses Jubiläum ist der Grund, warum ich mich seit Januar 2014 wieder mit Schwarz-Weiß-Negativen beschäftige. Hier mein ersten Arbeiten. Ich widme mein Projekt William Henry Fox Talbot. Dem Erfinder des Negativ-Positiv-Prozesses.

Riesendrachenfest auf dem Tempelhofer Feld

Riesendrachen ueber dem Tempelhofer FeldBerlin, 14. September 2013: Auf dem Tempelhofer Feld fand das 2. Festival der Riesendrachen statt. Das Bürgerfest war von der Wohnbautengesellschaft Stadt und Land organisiert worden. Ab 2016 sollen am Rande des ehemaligen Flugfeldes Wohnungen gebaut werden. Dagegen wendet sich die Buergerinitiative 100 Prozent Tempelhofer Feld, die noch bis zum 13. Februear 2014 Unterschriften fuer ein Volksbegehren gegen die Bebauung des Areals sammelt.